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    COMPEON
    Auftragsfinanzierung: Waren, Rohstoffe und Personalkosten vorfinanzieren

    Jedes Unternehmen sollte sich über einen spontanen Großauftrag freuen. Aber häufig bringt er vor allem erstmal eins mit: Unerwartete Kosten, die erst später ausgeglichen werden. Der Weg führt Unternehmer dann in der Regel zur Bank. Eine Auftragsfinanzierung ist nötig. Man muss in Vorleistung gehen, um die Rechnung später beglichen zu bekommen – und Gewinn einzufahren. Viele Unternehmen aus dem Mittelstand greifen dann auf Reserven für diese Vorfinanzierung zurück. Ist dort aber das Geld knapp, nutzen andere den Kontokorrentkredit. Dabei ist der Zins oft sehr hoch, sodass ein Teil des Gewinns direkt aufgefressen wird. Was für ein Kredit oder Darlehen ist also die bessere Wahl? Ein normaler Betriebsmittelkredit? Oder doch ein Schnellkredit für Unternehmen? Wie steht es mit dem Zins und den Kosten für eine Auftragsfinanzierung? Und was ist mit Alternativen wie Finetrading und Factoring, die immer beliebter beim Mittelstand werden?

    Wege der Auftragsfinanzierung

    Neben Krediten wie Betriebsmitteldarlehen und der Nutzung des Kontokorrentkredits gibt es für Unternehmen unterschiedliche Wege, einen spontanen Auftrag zeitnah zu finanzieren. Diese Darlehen und Kredite sind klassische Instrumente einer Bank. Und die Zinsen für Firmenkredite sind für Betriebe mit guter Bonität auch oft relativ niedrig im Vergleich zum hohen Zins einer Kreditlinie. Wenn ausreichend Zeit für einen Antrag für einen Kredit bei der Bank mit den entsprechenden Terminen vorhanden ist, ist dies oft eine Lösung zur Auftragsfinanzierung. Sagen Banken aber ab, sind die Gebühren zu hoch oder drängt die Zeit, weil der Kunde eine Zusage benötigt, bieten sich online einige neue Optionen.

    Waren und Rohstoffe mit einer Einkaufsfinanzierung (Finetrading)

    Wenn ein Unternehmen häufig vor der Herausforderung einer Auftragsfinanzierung steht, weil Rohstoffe für den Auftrag eingekauft werden müssen, lohnt sich mitunter eine flexible Einkaufsfinanzierung. Über sogenannte Finetrader wird der Rahmen einer Einkaufsfinanzierung ausgemacht, der dann bei Bedarf im Auftragsfall genutzt werden kann. Das Unternehmen kauft die nötigen Betriebsmittel, der Finetrader begleicht die Rechnung sofort beim Lieferanten. So können zusätzlich oftmals teure Lieferantenkredite vermieden und Skonti genutzt werden. Das Unternehmen zahlt die Rechnung erst später an den Finetrader, wenn der Gewinn durch den Auftrag bereits eingefahren ist. So ist ein Aufschub der Rechnung über mehrere Monate möglich. Weitere Gründe, wieso sich für viele Unternehmer eine solche Art der Finanzierung lohnt, finden Sie hier: Mehr zu den Vorteilen und Nachteilen einer Einkaufsfinanzierung! Um Kosten zu sparen, sollten auch für das Finetrading Anbieter verglichen und Angebote eingeholt werden, um zu hohe Gebühren zu vermeiden und die Vorteile konsequent zu nutzen.

    Auftragsfinanzierung: Freie Liquidität

    Muss das Unternehmen für den Auftrag Personal einstellen und anderweitig vorab mit Liquidität in Vorkasse gehen, gibt es noch weitere Möglichkeit der Auftragsfinanzierung abseits des regulären Kredits der Bank. Oft muss es besonders schnell gehen, denn der Auftraggeber und Kunde möchte eine verbindliche Zusage, dass der Auftrag gestemmt werden kann. In manchen Fällen wird sogar der Nachweis über eine entsprechende Auftragsfinanzierung angefordert. Die Zusage der Finanzierung wird also zeitnah benötigt, der Druck ist groß. Da akzeptiert so mancher Unternehmer auch hohe Zinsen von manchen Banken. Hauptsache, der Auftrag wird gesichert und der Kunde wandert nicht zur Konkurrenz.

    Schnelle Zusagen für die Finanzierung bieten beispielsweise digitale Finanzplattformen. Hier sind im Vergleich zur Bank Prozesse digital – Antrag, Abwicklung und Zusage können online erfolgen. Beratung vor Ort in der Bank wird durch telefonischen Service ersetzt, ohne dass Servicequalität verloren geht. Durch verminderte Kosten sind die Konditionen oft sogar niedriger. Dabei muss man unterscheiden: Einige digitale Anbieter bieten eigene Kredite, andere vermitteln Darlehen und bieten einen Vergleich von Banken und anderen Finanzanbietern. Beide Lösungen bieten Vorteile. Für einen Überblick und Kreditvergleich für die Vorfinanzierung lohnt es sich in jedem Fall.

    Kombination: Auftragsfinanzierung mit Factoring

    Wer Teile eines Projekts mit einer Auftragsfinanzierung wie einem Betriebsmittelkredit abgedeckt hat, diesen aber schnell zurückzahlen möchte, kann zusätzlich Factoring nutzen. Diese Form der Finanzierung ist der Verkauf der Forderung an den Kunden im Moment der Rechnungslegung. Das Unternehmen gesteht dem Kunden eine verlängerte Zahlungsfrist zu, erhält vom Factoringanbieter allerdings direkt die offene Summe abzüglich einer Gebühr für das Factoring und das Unternehmen kann mit dem Geld wirtschaften – oder das Darlehen zurückzahlen. Der Kunde begleicht die Rechnung bequem nach der Zahlungsfrist an den Factoringanbieter. Wer sich für Factoring interessiert findet hier einen Factoring-Schnellcheck, ob Factoring für den Betrieb in Frage kommt – auch abseits der Auftragsfinanzierung.