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    COMPEON
    Immobilienbranche in Corona-Krise? 30 % Preisverfall möglich?

    Wie in jeder Branche herrscht auch bei den Immobilieninvestoren, Projektentwicklern und Bauträgern Unsicherheit. Wie wird sich der Markt durch Corona verändern? Eine Einschätzung von Isabell Beck, Spezialistin für Immobilienfinanzierung beim Finanzportal COMPEON:

    Die Branche befindet sich im Beobachtungsmodus. Die ohnehin schon hohe Dynamik, die der Immobilienmarkt mitunter für Teilnehmer und Analysten bereithält, wird durch die Auswirkungen der weltweiten Pandemie nochmals befeuert. Gerade im Bereich der Handelsimmobilien (Nonfood) wurde in den letzten Wochen und Monaten immer wieder über das Ausbleiben und Verweigern von Mietzahlungen spekuliert. Manch Großunternehmen drohte sogar öffentlich damit – die Reaktion der Bevölkerung fiel deutlich aus. Diese schlug sich auf die Seite der Vermieter. Sollten diese großen Unternehmen sich tatsächlich dazu entschließen, Mieten aufzuschieben, könnte sich die Situation zu einem noch größeren PR-Desaster entwickeln. Trotzdem ist die allgemeine Stimmung – das wird immer wieder aus unserem Netzwerk von den Immobilienprofis an uns zurückgespielt – eher abwartend, aber auch mit deutlich positiven Aspekten und Hoffnungen. Viele wittern in der Krise ihre Chance. Zurecht?

    Krise als Chance für Immobilieninvestoren

    Zwar ist dies noch nicht messbar, aber Investoren spekulieren offenbar auf sinkende Preise, insbesondere bei einigen Gewerbeimmobilien (z.B. Nonfood, Büro). 20 Prozent Preisverfalle sind bei gewerblich nutzbaren Immobilien wohl durchaus im realistischen Bereich. Manche Brancheninsider vermuten sogar, dass es bis zu 30 Prozent in gewissen Assetklassen und Lagen werden können – je nachdem, wie sehr die Krise die nationale und internationale Real Estate Investment-Szene trifft. Diese Spekulationen heizen die Unsicherheit an, können aber auch Bewegung in den in dieser Situation noch vorsichtig agierenden Markt bringen. Käufer erhoffen sich durch Preisschwankungen unverhoffte Schnäppchen auf dem Immobilienmarkt.

    Für Immobilieninvestoren ergeben sich zudem im Vergleich zu anderen Branchen große Chancen, die vielen auf dieser Ebene noch gar nicht bewusst sind. Wird ein Immobilienprojekt geplant, das unbeeindruckt von Corona weiter vorangetrieben werden soll, ergeben sich von Finanzierungsseiten gelegentlich krisenbedingte Stolpersteine. Mitunter gestaltet sich die Situation im Bankgewerbe aktuell schwierig. Rettungskredite und kleinvolumige Anfragen von Unternehmen führen teils zu extremen Kapazitätsengpässen bei Finanzdienstleistern. Die Auswirkungen auf die mitunter kurzen Fristen und Planungen bei Immobilienprojekten durch solche Verzögerungen sind immens. Andererseits sind Immobilienprojekte bei Finanzdienstleistern und Banken derzeit äußerst beliebt. Vor lauter eher unsicherer Corona-Themen sind Immobilienprojekte – sieht man einmal von Anfragen aus den schwierigen Bereichen Gastronomie und Hotellerie ab – für viele Banker Lichtblick, Beständigkeit und Nachhaltigkeit und eine willkommene Abwechslung für die zahlreichen Finanzierungsanfragen aus Krisenbranchen.

    Alltag bei Immobilienfinanzierern oft komplexer als gedacht

    Trotz dieser positiven Bewertung durch Banken erfahren wir bei COMPEON von unseren Kunden, dass Investoren mit vermeintlich einfacheren Vorhaben wie dem Kauf von Mehrfamilienhäusern lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Gerade wenn der Zeitplan eingehalten werden soll oder sich ein Schnäppchen ergibt, ist das nicht nur ärgerlich, sondern kann Mehrkosten verursachen oder sogar ein Vorhaben zum Scheitern bringen. Es empfiehlt sich, von vorneherein nicht nur auf ein vermeintlich sicheres Pferd zu setzen. Die persönlichen Kontakte, die man als erfahrener Investor oder Projektierer im Immobilienbereich über Jahre, oft Jahrzehnte gesammelt hat, sind natürlich wertvoll, aber durch Corona auch nicht mehr der heilige Gral in Finanzierungsfragen. Manch eine Bank nimmt derzeit sogar keine neuen Finanzierungsanfragen an.

    Mehr Stabilität durch Diversität und Streuung

    Auch wenn es bereits vor der Krise das Credo sein sollte, gilt es in Corona-Zeiten umso mehr: Um die sichere Durchführung von Immobilienprojekten und -Investitionen zu gewährleisten, sollten Projektentwickler, Bauträger und Investoren breitere Netzwerke für die Finanzierung nutzen. Ein Weg sind digitale Plattformen. Auch wenn das Immobiliengeschäft ein traditionelles Geschäft ist, bei dem „auf bekannte Gesichter“ gesetzt wird, ergeben sich hier große Chancen, auch komplexe Projekte schnell und vor allem sicher umzusetzen. COMPEON mit über 250 Finanzanbietern, zu denen nicht nur Fremdkapitalpartner, sondern auch eine Reihe Mezzanine-Kapital-Geber gehören, ist hier definitiv eine Anlaufstelle. Jeder Immobilienprojektentwickler oder Investor wird von einem persönlichen erfahrenen Real Estate Berater vom ersten Gespräch bis zur Unterschrift begleitet. Auf Wunsch wird nicht nur der Finanzpartner akquiriert, sondern auch bei der Strukturierung – ganzheitlich und persönlich, und trotzdem mit den Vorteilen digitaler Prozesse – unterstützt.