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    COMPEON
    Finanzhilfen: Das sind die Corona-Programme von KfW und NRW.BANK

    Bereits jetzt klagen Unternehmen über die Belastungen, die der Mittelstand durch das Virus Covid-19, umgangssprachlich Corona genannt, erleidet. Die Politik versucht über die KfW, die größte deutsche Förderbank, Hilfskredite für Corona geschädigte Unternehmen bereitzustellen. Doch bei vielen Betrieben herrscht Unklarheit. Wer kann die Corona-Finanzhilfen nutzen? Welche Vorteile können Fördermittel derzeit bieten? Und: Wie bekomme ich die Hilfskredite von Förderbanken wie der KfW oder auch von lokalen Fördereinrichtungen wie der NRW.BANK?

    Warum werden die Finanzhilfen in Form von Hilfskrediten der KfW und NRW.BANK bereitgestellt?

    Als größte deutsche Förderbank wird die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf Anordnung der Bundesregierung Soforthilfen für Unternehmer bereitstellen. Das Finanzinstitut verfügt über enorme Ressourcen, um die Wirtschaft weiter zu befeuern. Ebenso verhält es sich mit der in Nordrhein-Westfalen zuständigen NRW.BANK. Auch in der aktuellen Notsituation greift das Durchleitungsprinzip, da diese Banken als Anstalten öffentlichen Rechts Kredite nur nach Anfrage einer Geschäfts- bzw. Primärbank vergeben kann. Das bedeutet: Unternehmer können nicht auf direktem Weg von der Finanzspritze profitieren. Diese Geschäftsbank kann die Hausbank sein, aber wer auf mehr Banken zurückgreifen möchte, kann auch auf Finanzplattformen zugehen.

    „Wir haben uns natürlich auf Unternehmer eingestellt, die jetzt besonderen Beratungsbedarf haben und ihren gestiegenen Finanzbedarf über digitale Wege sichern wollen,“ erklärt Nico Peters, Geschäftsführer der Finanzplattform Compeon. „Jetzt heißt es, so schnell wie möglich zu reagieren. Wir wollen dabei unterstützen, dass Unternehmen Förderkredite der Förderbanken, aber auch reguläre Finanzprodukte zur Liquiditätsstärkung, schnellstmöglich wahrnehmen können.“

    Diese KfW- und NRW.BANK-Programme sind als Corona-Hilfe für Unternehmen vorgesehen

    Die KfW hat bestehende Programme modifiziert, sodass sie für mehr Unternehmen in Frage kommen und bietet diese nun als Hilfskredite an. Dabei handelt es sich im Grund um folgende Programme:

    KfW-Unternehmerkredit: Dieses Programm arbeitet mit einer 80 % Haftungsfreistellung. Durch die Änderung können nun für größere Unternehmen vom Programm profitieren, sofern sie einen Jahresumsatz bis zu 2 Milliarden Euro haben.

    KfW Kredit für Wachstum: Über diesen Kredit können jetzt auch Betriebsmittel finanziert werden. Außerdem wird die Risikoübernahme auf 70 % erhöht. Auch dieses Förderprogramm kann als Hilfskredit zu Corona jetzt von größeren Betrieben mit mehr Umsatz genutzt werden.

    ERP-Gründerkredit universell: Für Betriebsmittelkredite für Unternehmen unter 5 Jahren am Markt wird auch hier jetzt eine 80 %ige Risikoübernahme gewährt – und auch dieses Programm wird im Zuge von Covid-19 als Hilfskredit über große und kleine Unternehmen weiter geöffnet.

    Sonderprogramm geplant (Stand: 16.03.20): Zusätzlich zu diesen Sofortmaßnahmen bereitet die KfW ein Sonderprogramm zur Corona-Hilfe für Unternehmen vor, mit dem die Liquidität bei Betriebsmitteln und Investitionen verbessert werden soll. Hier sollen für Betriebsmittel generell 80 % Haftungsfreistellung und für Investitionen sogar 90 % Haftungsfreistellung möglich sein. Das erleichtert den Kapitalzugang zu finanziellen Mitteln, sodass Unternehmen wieder finanziellen Spielraum erhalten, investieren oder auch bei ausbleibendem Umsatz die Gehälter der Angestellten oder Lieferantenrechnungen zahlen können.

    Auch die NRW.BANK hat ein bestehendes Programm modifiziert: Hierbei handelt es sich um den NRW.BANK-Universalkredit. Dieser kann jetzt bei Liquiditätsengpässen zur Finanzierung von Betriebsmitteln und Investitionen von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Millionen Euro genutzt werden. Die NRW.BANK hat die Risikoübernahme temporär als Corona-Hilfe von 50 auf 80 % erhöht. Bei Anfragen bis zu 250.000 Euro kann laut NRW.BANK die Zusage an die Geschäftsbank innerhalb von 72 Stunden erfolgen. Besonders spannend dürfte für viele Unternehmer sein, dass bei Betriebsmittelkrediten bis zu 1 Tilgungsfreijahr möglich ist.

    Außerdem hat die NRW.BANK zusätzlich bekanntgegeben, dass die Bürgschaftsbank NRW für Bürgschaften bis zu 2,5 Millionen Euro zur Stärkung der Sicherheiten bereitsteht und auch Beteiligungskapital für Kleinunternehmen in Form von stillen Beteiligungen von bis zu 75.000 Euro über den „Mikromezzaninefonds Deutschland“ möglich ist.

    Wie bekomme ich die Hilfskredite der KfW-Corona-Hilfe und der NRW.BANK?

    Die KfW und auch die NRW.BANK arbeiten auch während der Corona-Krise nach dem Weiterleitungsprinzip. Jede Finanzierung und jeder Hilfskredit zu Corona für Unternehmen muss über eine Geschäftsbank angefragt werden.

    Die Online-Plattform Compeon arbeitet eng mit landesweit agierenden Fördermittelbanken wie der KfW, aber auch mit Landesförderbanken wie der NRW.BANK, der Investitionsbank Berlin, Investitionsbank Schleswig-Holstein und L-Bank aus Baden-Württemberg sowie dem Verband der Bürgschaftsbanken der Länder zusammen. Seit die Regierung die Einrichtung von Hilfskrediten zu Corona angekündigt hat, halten Peters und seine Kollegen täglich den Kontakt mit den Förderinstituten. „Wir wissen, dass uns als digitaler Kanal zu vielen Banken und auch der KfW in diesen Tagen eine besondere Verantwortung zu kommt. Dieser wollen wir natürlich gerecht werden und unseren Teil dazu beitragen, dass Unternehmen entsprechende Fördermittel bekommen, wenn es möglich ist,“ sagt Peters von Compeon.