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    Warum Banken von Unternehmen Sicherheiten verlangen – und was als Sicherheit gilt

    Wenn eine Bank eine Finanzierung vergibt – wie beispielsweise einen Betriebsmittel- oder ein Firmenkredit – möchte sie sicherstellen, dass das Unternehmen in der Lage ist, den Kredit auch wieder vollständig und inklusive der geforderten Zinsen zurückzuzahlen. Dazu werden Unterlagen untersucht, Jahresabschlüsse betrachtet und betriebswirtschaftliche Kennzahlen geprüft. Bei der Analyse steht die Ertragslage des Unternehmens sowie dessen Kapitaldienstfähigkeit im Fokus. Aber auch das Eigenkapital und die Eigenkapitalquote sind für Finanzdienstleister wie Banken wichtige Anhaltspunkte, ob ein Unternehmen kreditwürdig ist – oder eben nicht.

    Trotz umfangreicher Prüfungen können Banken einen Kreditausfall jedoch nie gänzlich ausschließen. Um dieses finanzielle Risiko zu reduzieren, fordern Banken Sicherheiten des Unternehmens bzw. deren Gesellschaftern. Diese sollen, wie der Name bereits sagt, den Kreditgeber für den Fall absichern, dass das Unternehmen die Zins- sowie Tilgungsleistung nicht bedienen kann. Dabei sind Banken aber gesetzlich nicht verpflichtet, Sicherheiten einzufordern.

    Trotzdem gilt in den meisten Fällen: Keine Sicherheiten, keine Finanzierung. Aber auch: Je besser die Kreditwürdigkeit des Unternehmens und je werthaltiger die Sicherheiten, desto niedriger fallen in der Regel auch die Zinsen für die Finanzierung aus.

    Was zählt als Sicherheit?

    Als klassische Sicherheiten können, neben dem zu finanzierenden Objekt selbst, wenn es um eines geht, in der Regel die Vermögenswerte des Unternehmens zählen: Vom Guthaben auf Geschäftskonten über Immobilien (Grundstücke, Wohnungen und Gebäude) bis hin zu Forderungen des Unternehmens gegenüber Kunden, Waren oder Mobilien (Maschinen, Fahrzeuge oder technische Geräte). Aber auch Bürgschaften, sei es durch eine Bürgschaftsbank oder eine selbstschuldnerische Bürgschaft der Gesellschafter, zählen zu Sicherheiten.

    Die Wertfestsetzung von Sichteinlagen (Giro- und Festgeldkonten) erfolgt in der Regel zu 100 Prozent. Der Wert, den Banken Mobilien oder Immobilien als Sicherheiten zusprechen, ist jedoch sehr unterschiedlich und teils intransparent. Finanzinstitute rechnen dabei, zum Leidwesen der Unternehmer, nicht mit dem Marktwert eines Objekts, sondern nehmen einen mitunter erheblichen Bewertungsabschlag vor. Dieser kann über 40 Prozent betragen. Damit sollen Wertschwankungen und Verwertungsrisiken während des Beleihungszeitraums berücksichtigt werden. Es ist daher empfehlenswert, sich vor der Kreditanfrage über die Richtwerte zur Berechnung der Sicherheiten für Unternehmen zu informieren.

    Fehler in der Sicherheitenstruktur vermeiden – externe Beratung nutzen

    Banken sind daran interessiert, ihre ausgegebenen Kredite möglichst risikolos zu besichern. Das wissen auch Unternehmer und präsentieren im Bankgespräch teilweise eine bunte Mischung unterschiedlicher Sicherheiten – allerdings können sich Fehler in der Sicherheitenstruktur negativ auf die Kreditvergabe oder auch die Konditionen auswirken. Es gilt dabei für Unternehmen, die richtigen Sicherheiten je nach Verwendungszweck bereitzuhalten. Online-Finanzierungsplattformen können Unternehmen hierzu banken-unabhängig beraten. Denn wo das sinnvolle Mittel zwischen einer Überbesicherung und einer Besicherung zum Vorteil des Unternehmens liegt, können meistens nur Experten beurteilen. Professionelle Unterstützung ist deshalb unbedingt empfehlenswert.