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| Digitale Innovationen verändern die Finanzwelt. Lernen Sie die sog. FinTechs kennen.

    COMPEON
    Moderne Finanzierungsmethoden für den Mittelstand: Von KI bis zum digitalen Kredit

    [Anzeige] Kaum eine Branche in Deutschland tut sich in der Digitalisierung der Kundenschnittstelle so schwer wie Finanzdienstleister und Banken – besonders, wenn es um gewerbliche Kunden ging, haben sich die meisten Institute bislang auf ein Minimum an digitalen Kunden-Prozessen beschränkt. Doch in den letzten Monaten bemerkt der aufmerksame Beobachter, dass sich immer mehr bewegt und Unternehmern, die eine Finanzierung benötigen, neue Möglichkeiten gegeben werden. Drei dieser Trends, die einen bereits etabliert, die anderen noch brandneu auf dem Markt, sind definitiv einen genaueren Blick wert:

    Künstliche Intelligenz

    Das Thema Künstliche Intelligenz ist zurzeit bei vielen Unternehmen ein häufiges Gesprächsthema in den Führungsetagen. Selbstfahrende Autos, smarte Sprachassistenten wie Alexa und Co, welche mit jedem sprachgesteuertem Kommando dazu lernen, oder ein intelligentes Supermarktregal, was zum richtigen Zeitpunkt die gewünschte Menge an Waren von selbst nachbestellt – Künstliche Intelligenz (kurz KI) gilt als der technologische Trend schlechthin. Auch in Finanzierungsfragen ist KI neuerdings ein Thema. In vermutlich nicht allzu ferner Zukunft könnten beispielsweise KI-Systeme zur Durchführung von Kreditprüfungen den Firmenkundenberater unterstützen.

    Durch den ständigen Lernprozess können immer häufiger individuelle Marktrecherchen oder automatische Bonitätsprüfungen veranlasst werden. KI-Programme ermitteln beispielsweise Muster und Zusammenhänge und sagen so Ausfallwahrscheinlichkeiten präziser vorher. Dies beschleunigt den Prozess der Kreditvergabe. Allerdings gilt auch hier: Wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Das Risiko der Fehleinschätzung bei Firmenkunden könnte durchaus zunehmen. Insbesondere im Bereich Betrug wird es neue Angriffsszenarien geben, bei denen versucht wird, die künstliche Intelligenz anzugreifen und so umzulernen, dass diese bestimmte Betrugsmuster falsch erkennt.

    Zukunftsgetriebene Finanzunternehmen, wie beispielsweise die Finanzierungsplattform Compeon, arbeiten heute bereits an Prozessen, die durch KI-Systeme unterstützt werden, um diese zum Vorteil ihrer Kunden einzusetzen. „Wir sehen das Thema Künstliche Intelligenz als zentralen Treiber bei der digitalen KMU-Finanzierung. Insbesondere im Bereich der kundenzentrierten Betreuung und des Ratings sehen wir erhebliches Potential und haben daher frühzeitig begonnen, ein eigenes Data Scientist Team aufzubauen,“ erklärt Alex Bierhaus, Co-CEO und CTO von Compeon.

    In welche Richtung sich dieser Trend bewegt und ob noch mehr Finanzdienstleister auf Künstliche Intelligenz setzen werden, ist im Augenblick noch schwer abzuschätzen.

    FinTechs: Volldigitale Kreditvergabe

    Bevor es FinTechs (Kurzform für Finanztechnologie Unternehmen) gab, war der Weg zur Finanzierung für Unternehmer äußerst langwierig und zeitaufwändig: Ein Termin bei einem Bankberater vereinbaren, den Investitionsplan vorlegen, Bilanzen und sämtliche Unterlagen einreichen. Nach längeren Gesprächen und diversen obligatorischen Prüfungsprozessen heißt es erstmal dann – Geduld haben. Bis es zu einer Rückmeldung seitens der Bank kommt, können mehrere Tage, mitunter Wochen vergehen.

    FinTechs haben es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Prozess einfacher, schneller und vor allem auch kostensparender für Unternehmen zu gestalten. Finanzierungsplattformen wie Compeon entwickeln genau solche Lösungen. Das Unternehmen bietet einen digitalen Marktplatz für gewerbliche Finanzierungen an und arbeitet dafür mit über 220 Banken und alternativen Finanzpartnern zusammen.

    Was Compeon, in Zusammenarbeit mit der Berliner solarisBank AG, nun an den Markt gebracht hat, ist ein weiterer Schritt in die Zukunft: Einen komplett digitalen Firmenkredit. Was kann man darunter verstehen? Die Kreditvergabe an Unternehmen wird zu 100 Prozent digital. Unternehmen erhalten die Möglichkeit, einen Kredit von maximal 750.000 Euro zu erhalten, ohne einen analogen Schritt. Anfrage, Einreichung der Unterlagen, Prüfung und schließlich auch die Vertragsunterschrift geschehen komplett online. Was diese Dienstleistung umso beeindruckender macht: Eine Zusage ist bereits nach maximal 48 Stunden möglich. Bei einem Betrag bis zu 100.000 Euro sogar innerhalb von nur 24 Stunden. Vom Anfang der Antragsstellung bis hin zur Vertragsunterzeichnung ist kein händischer Schritt vom Kunden notwendig. Dass diese Kooperation einen Trend setzen wird, ist definitiv absehbar.

    Crowdfinanzierung

    Im Privatkundenbereich sind Crowdfinanzierungsplattformen schon seit einigen Jahren absolut etabliert: Es kommt aber auch immer häufiger vor, dass sich Unternehmer durch Online-Investoren unterstützen lassen. Das Prinzip ist einfach: Unternehmer stellen auf Unternehmensfinanzierung ausgerichteten Onlineplattformen ihr Projekt vor. Private oder gewerbliche Nutzer können dann direkt über die Plattform das Unternehmen mit Geldbeiträgen unterstützen.

    In den letzten Jahren bekommt die Crowdfinanzierung immer mehr Anhänger und lässt sich auch als aktuellen Trend bei Unternehmen vermerken. Dabei unterscheidet man drei unterschiedliche Arten: Das Crowdfunding, Crowdinvesting und das Crowdlending.

    Beim Crowdfunding ist zunächst jede Idee – und auch jede Unternehmensform – willkommen. Es spielt keine Rolle, ob es sich um eine Dienstleistung, ein Produkt oder beispielsweise um die Finanzierung eines Kinofilms handelt. Wichtig ist lediglich nur, dass die Community diese Idee für unterstützungswert hält. Aus diesem Grund legen Unternehmen, die sich auf Plattformen um ein Funding bemühen, sehr viel Wert auf Transparenz und eine emotionale Bindung zum potenziellen Investor. Gefällt die Idee dem User, so kann dieser das Unternehmen wirtschaftlich unterstützen, ohne aber eine direkte Gegenleistung dafür zu bekommen. Es handelt sich um eine Art Spende an das Unternehmen – oft gibt es aber eine kleine Gegenleistung wie Produktproben als Dankeschön an den Unterstützer.

    Anders ist es beim Crowdinvesting: Der Unterschied besteht vor allem darin, dass hier tatsächlich Investoren oder Kleinanleger gesucht werden. Diese erwarten entsprechend von dem Unternehmen, in das sie investieren, Unternehmensanteile oder Anteile am Gewinn. Die Rechte und Pflichten, die Investoren normalerweise haben, entsprechen denen einer stillen Beteiligung. Besonders beliebt ist diese Finanzierungsvariante bei StartUps. Aber auch die Immobilienbranche zeigt großes Interesse an Crowdinvesting als Finanzierungsform. Laut dem Online-Magazine „Für Gründer“ hat sich, im letzten Quartal 2016, das Finanzierungsvolumen für die Immobilien-Branche via Crowdinvesting auf fast 19 Millionen Euro summiert.

    Die aktuell beliebteste Variante der Crowdfinanzierung ist das Crowdlending – oder auch Lending-Based Crowdfunding. Beim Crowdlending vermitteln Internetplattformen Kredite an Unternehmen, aber auch an Privatpersonen. Anders als beim Crowdinvesting bekommen Kreditgeber keine Anteile des Unternehmens oder des Gewinns. Stattdessen erhalten diese, zu einer festgelegten Laufzeit, monatliche Zins- und Tilgungsraten.