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    Berufsunfähigkeit – Wie sich der BU-Grad berechnet

    Jeder fünfte Erwerbstätige scheidet aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Arbeitsleben aus. Berufsunfähigkeitsversicherungen werden daher von Verbraucherschützern dringend empfohlen. Eine wichtige Frage bei der privaten Absicherung ist dabei: In welchen Fällen zahlt die Versicherung überhaupt? Dieses Thema war kürzlich Gegenstand einer Klage, die zu einer wichtigen Änderung für Verbraucher geführt hat.

    Im August 2017 ging eine Hauswirtschafterin einer Münchener Anwaltskanzlei gegen die Einstufung ihres BU-Grads an. Sie war in ihrer Tätigkeit unter anderem zuständig für das Putzen, die Einkäufe und die Zubereitung des Mittagstisches für die Belegschaft. Bereits 2007 stürzte die Frau eine Treppe hinunter und machte unter anderem aufgrund von Rücken- und Wirbelsäulenbeschwerden Leistungen bei ihrer BU-Versicherung geltend. Die Versicherung allerdings bezweifelte, dass die Frau nur noch die Hälfte ihrer Aufgaben erledigen könne und daher nicht berufsunfähig sei. Die Frau habe zwar beim Tragen der Einkäufe Probleme, diese Tätigkeit mache allerdings einen zeitlich eher geringen Aufwand aus. Der Bundesgerichtshof (BGH) hingegen stimmte der Einschätzung der Frau zu und gab ihr Recht. Das Einkaufen dürfe nicht als isolierte Handlung betrachtet werden, da sie ohne die Einkäufe die Kantine nicht mehr führen könne und die Tätigkeit daher einen untrennbaren Bestandteil des gesamten Berufes ausmache.

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