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    COMPEON
    Leasing im Aufwind: 41 Prozent aller Fahrzeuge werden geleast

    Nicht nur bei Privatleuten, auch bei Unternehmen wird Leasing immer beliebter. 2017 wurden laut Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) 41 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge mit Leasing finanziert. Gewerbliche Kunden dominieren dabei vor allem den Markt der Mittel- und Oberklassefahrzeuge. Aber nicht nur PKW liegen bei den Unternehmen im Trend.

    54,8 Prozent aller außenfinanzierten Anlageinvestitionen werden nach Angaben des BDL mittlerweile über Leasing finanziert – ein Rekord. Ob Dienstwagen, LKW-Zugmaschinen und -auflieger oder Maschinen – sogar ganze Produktionsstrecken und -anlagen werden mit Leasing realisiert. Für viele Unternehmer eher unbekannt ist dagegen immer noch das Leasen von IT-Systemen und Büroausstattung: Dabei fallen 9,3 Prozent des gesamten Leasing-Geschäfts auf diesen Bereich.

    Warum ist Leasing für Unternehmen so interessant?

    Leasing bietet gegenüber der Nutzung von Krediten entscheidende Vorteile: „Durch die Finanzierung über monatlich fixe Raten bleibt das Unternehmen flexibel, da das Objekt nicht komplett auf einen Schlag selbst finanziert werden muss,“ erklärt Martin Junker, Leasing-Experte bei COMPEON. „Stattdessen kann der Unternehmer nach Ablauf des Leasingvertrags auf ein neues Modell des finanzierten Objekts umsteigen, was sich sowohl auf die Qualität als auch die Vermeidung von Kosten zur Wartung und Instandhaltung niederschlägt.“

    Hinzu kommt: Leasing ist planbar wie eine Kreditfinanzierung und verringert den Liquiditätsabfluss, was den unternehmerischen Handlungsspielraum durch die frei bleibenden Mittel erhöht. Gleichzeitig muss beim Leasing kein Kapital für Wartung und Reparaturen vorgehalten werden, da viele Leasinggesellschaften für Unternehmen vertragliche Regelungen für Reparaturen des Leasingobjekts festlegen. Auch Zinsänderungen spielen bei dieser Finanzierungsform keine Rolle.

    Hinzu kommen steuerliche Vorteile, die der Leasingnehmer gegenüber Finanzierungen mit Krediten hat: In der Regel taucht das geleaste Objekt nicht in der Bilanz des Unternehmens auf, das das Objekt least, sondern beim Leasinggeber. Diese Bilanzneutralität verschafft dem Unternehmen Spielräume, die für andere Investitionen genutzt werden können. Die Unternehmensbonität bleibt unangetastet – oder verbessert sich über Mehreinnahmen durch das neue Fahrzeug, die neue Maschine oder Anlage sogar. Zusätzlich können die Leasingraten steuerlich abgesetzt werden.

    Welche Branchen nutzen vermehrt Leasing?

    Generell verliert der klassische Bankkredit bei der Finanzierung von Mobilien immer mehr an Bedeutung. Dabei zeigen aktuelle Studien zur Mittelstandsfinanzierung, dass Unternehmen über Branchengrenzen hinweg die Vorteile von Leasing als Finanzierungsinstrument erkennen und aktiv nutzen: 51,6 Prozent der Unternehmen aus der Bau-Branche geben an, Mobilien über Leasing zu finanzieren. Im Handel sind es 53,5 Prozent, bei Dienstleistungen 56,1 Prozent und im Produzierenden und Verarbeitenden Gewerbe sogar über 60 Prozent der Betriebe, die Leasing nutzen.

    Gerade innovationsabhängige Branchen greifen häufig auf Leasing zurück, um einerseits die eigene Liquidität zu schonen und andererseits in Sachen Maschinen, Fuhrpark und Produktionsanlagen trotzdem optimal aufgestellt zu sein.

    Zusätzlich ist Leasing durch Vorteile an Flexibilität auch für Unternehmen interessant, die häufig Durchlaufobjekte finanzieren müssen und bei denen es von großem Interesse ist, dass beispielsweise die IT-Ausstattung immer auf dem neusten Stand ist. Auch Firmenwagenpools lassen sich auf diese Weise durch Leasing immer wieder erneuern, um den Mitarbeitern so die aktuellsten Modelle zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig von den vielen steuerlichen Vorteilen zu profitieren.