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    COMPEON
    Unternehmensfinanzierung mit Fördermitteln: Wie der Mittelstand Potenzial verschläft

    Ob Bankdarlehen, Leasing oder alternative Finanzierungen – Mittelständler nutzen unterschiedlichste Finanzierungsmittel, um frisches Geld für notwendige Investitionen zu bekommen. Vielen Unternehmen ist dabei nicht bewusst, dass es günstigere Alternativen gibt. Beispielsweise Fördermittel und Zuschüsse von Förderbanken. Doch immer noch nutzen viele Unternehmen die Möglichkeiten nicht, die sich durch Förderungen eröffnen. Woran liegt das? Und wie können Mittelständler von Fördermitteln profitieren?

    Das Spektrum an Förderungen, das sich vor allem kleinen und mittleren Unternehmen bietet, ist riesig: Je nach Investitionsvorhaben können Mittelständler auf mehr als 1.700 Förderprogramme zurückgreifen – vergeben von Bund, Ländern, der Europäischen Union und Bürgschaftsbanken. Vorneweg geht als mit Abstand größte Förderbank die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einem Fördervolumen von 21,9 Mrd. Euro (2017) für Unternehmen, Existenzgründer und Freiberufler auf Bundesebene. Spezialbanken wie die Landwirtschaftliche Rentenbank bieten branchenspezifische Fördermittel – und auch auf Landesebene werden Mittelständler von Förderbanken wie beispielsweise der NRW.BANK oder der Investitionsbank Berlin mit regional ausgelegten Förderprogrammen unterstützt. Hinzu kommen Förderungen durch die Europäische Investitionsbank.

    Dabei beschränken sich Förderungen mittlerweile nicht mehr nur auf klassische Kredite oder Darlehen. Viele Förderbanken reagieren auf den Trend hin zu spezifisch passenden Finanzierungsinstrumenten je nach Investitionsvorhaben. Auch Leasingsfinanzierungen sind mittlerweile förderfähig – und das Angebot entsprechender Programme nimmt zu.

    Geschäftsbanken als Mittler für Fördermittel

    Trotz zahlreicher Möglichkeiten, auf günstige Finanzierungen durch Förderprogramme zurückzugreifen, lassen viele Unternehmen diese Chancen ungenutzt an sich vorüberziehen. Die Krux liegt in der Arbeitsweise der Förderbanken: Als Anstalten des öffentlichen Rechts verhalten sich Banken wie die KfW oder die NRW.BANK wettbewerbsneutral. Eigene Filialen werden nicht betrieben. Gearbeitet wird in der Regel nach dem Durchleitungsprinzip: Wenn Mittelständler einen Förderkredit in Anspruch nehmen wollen, führt der Weg zunächst zu einer Geschäftsbank. Diese tritt als Mittler auf und prüft die Förderfähigkeit des Unternehmens. Ist diese erfüllt, wird der Antrag an die entsprechende Förderbank weitergereicht. Bei positivem Entscheid durch die Förderbank ist die Geschäftsbank weiterhin als Mediator tätig, der die günstigen Konditionen der Förderung an die Unternehmen weiterreicht.

    Dieses Prinzip schützt die Arbeit der Geschäftsbanken, da öffentlich-rechtliche Förderbanken wie die KfW einen öffentlich-rechtlichen Auftrag verfolgen und Mittel zu günstigeren Konditionen anbieten, als es privatrechtliche Kreditinstitute können.

    Digitale Prozesse vereinfachen den Zugang zu Förderungen

    Doch beim Durchleitungsprinzip wird häufig ein Aspekt vernachlässigt: Unternehmen oder Geschäftsbanken sind auf die eigene Recherche angewiesen, wenn ein Unternehmen Fördermittel nutzen möchte.

    „Viele Unternehmen kennen die unterschiedlichen Förderprogramme nicht oder denken, dass ihr Vorhaben ohnehin nicht förderfähig sei,“ sagt Kai Böringschulte, Geschäftsführer von COMPEON. Das unabhängige Finanzierungsportal hat in einer aktuellen Studie zur Mittelstandsfinanzierung herausgefunden, dass über 60 Prozent der Unternehmen weder Fördermittel nutzen, noch diese von ihrer Bank angeboten bekommen haben. Dabei ist die Offenheit für Fördermittel definitiv da. So erklärt Böringschulte weiter: „95 Prozente der Unternehmen, denen wir nach automatischer Prüfung eine Förderung in Aussicht gestellt haben, wünschen sich auch eine entsprechende Anfrage bei einer Förderbank.“

    Das Wissen fehlt. Die eigenständige Suche nach der passenden Förderung gestaltet sich im riesigen Dickicht aus unterschiedlichen Förderbanken und -programmen schwierig – und frisst vor allem wertvolle Ressourcen.

    Eine Lösung dieses Problems bietet die Digitalisierung im Bereich der Unternehmensfinanzierung: Online-Plattformen wie COMPEON erreichen durch die direkte Verbindung zu zahlreichen Förderbanken auf Landes- und Bundesebene und die automatische Prüfung jeder Anfrage auf Förderfähigkeit, dass Unternehmen keine Förderung verpassen.