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    COMPEON
    Die neue Unabhängigkeit

    Das traditionelle Hausbankmodell ist in die Jahre gekommen. Der Markt für Finanzierungen wird bunter und transparenter. Für Mittelständler ist das eine Chance. „Als Unternehmer dürfen wir uns nicht mit dem ersten Angebot der Hausbank zufriedengeben.“, sagt Joern Kowalewski, Geschäftsführer der macio GmbH.

    Über Jahrhunderte war die Hausbank für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) der Dreh- und Angelpunkt ihrer Finanzierung. Rund 30 Prozent der Investitionen finanzieren sie laut KfW-Mittelstandspanel noch immer über klassische Kredite – die sie zumeist bei ihrer Hausbank abschließen. Obwohl mehr als die Hälfte der Unternehmen z. B. in einer Studie des Bundesverbandes Factoring für den Mittelstand angeben, unabhängiger von ihrer Hausbank sein zu wollen, vergleichen sie dabei weder die Kreditkonditionen, noch prüfen sie Finanzierungsalternativen. Ein Fehler, wie Carl-Dietrich Sander, Leiter der Fachgruppe Finanzierung-Rating im Bundesverband Die KMU-Berater, weiß. „Zwei kreditgebende Hausbanken gehören für Unternehmen heute zur Mindestausstattung“, sagt er. „Außerdem sollten Mittelständler ihre Finanzierung stärker diversifizieren und deutlich strategischer angehen.“

    Die Möglichkeiten dazu sind besser denn je: Die Digitalisierung schafft Transparenz und „entmachtet“ damit den Firmenkundenberater. Neue Finanzierungsinstrumente erweitern den unternehmerischen Spielraum und unterstützen in Fällen, für die sich der klassische Kredit nicht eignet. Schließlich sind Banken und Sparkassen durch die Basel-Vorschriften zur risikogerechten Eigenkapitalunterlegung ihrer Kredite verpflichtet. Für Unternehmen bedeutet das: Die Finanzierungskosten und die Anforderungen an Sicherheiten steigen ebenso wie Wartezeiten und Bürokratie. Wenn dann die schnelle Auszahlung eines Gesellschafters oder eine Umstrukturierung anstehen, müssen viele Hausbanken passen. KMU-Berater Sander empfiehlt Mittelständlern daher, ihren Finanzierungsmix frühzeitig zu verbreitern und die Kreditspielräume bei den Hausbanken zu schonen. Leasing und Factoring etwa seien etablierte Finanzierungsalternativen, die für viele Situationen passten. „Auch die Services internetbasierter Finanzierungsanbieter wie Plattformen können sich für Mittelständler lohnen“, sagt Sander.

    Finanzierungsplattformen funktionieren wie Marktplätze und bringen KMUs und etablierte Kreditinstitute passgenau zusammen. Unternehmen können unterschiedliche Finanzierungsoptionen prüfen, konkrete Angebote einholen und vergleichen. Dr. Nico Peters, Geschäftsführer des Marktführers COMPEON, erklärt: „Mittelständler haben heute viele Finanzierungsmöglichkeiten. Plattformen helfen ihnen, das optimale Instrument, den passenden Anbieter und die besten Konditionen zu finden.“ Diese Erfahrung hat auch Joern Kowalewski, Geschäftsführender Gesellschafter des Softwareentwicklungspartners macio GmbH aus Kiel, gemacht. Er sagt: „Als Unternehmer – insbesondere als Softwarespezialist – kennt man sich in seinem eigenen Markt viel besser aus als im Markt für Finanzierungen.“ Unternehmer bräuchten daher einen „neutralen Partner“, auf den sie sich bei Gesprächen und Verhandlungen mit Finanzinstituten verlassen könnten. Vermittler wie COMPEON können diese Rolle übernehmen. Das Portal arbeitet mit mehr als 220 Finanzierern zusammen und berät produkt- und anbieterneutral. Es kann die gesamte Finanzierungspalette anbieten und im konkreten Fall prüfen, ob Kreditalternativen wie z. B. Sale and Leaseback oder Wareneinkaufsfinanzierung finanzielle Vorteile für das Unternehmen bringen. Jedes Vorhaben wird dabei direkt auf Förderfähigkeit z. B. durch die KfW oder die NRW.BANK geprüft werden.

    Rund 11 Prozent ihrer Investitionsfinanzierungen stemmen KMU mit Hilfe von Fördermitteln. Harriet Wirth, Direktorin Produktmanagement im Geschäftsbereich Mittelstandsbank der KfW, erklärt: „Wir unterstützen Unternehmer in allen Entwicklungsphasen. Die Zusagevolumina in unserem Geschäftsbereich Mittelstandsbank, insbesondere im Förderschwerpunkt ‚Gründung und allgemeine Unternehmensfinanzierung´ sind zuletzt deutlich gestiegen.“ Laut Dr. Nico Peters haben mehr als
    90 Prozent der Unternehmen, die eine Finanzierung über COMPEON anfragen, Interesse an Fördergeldern. Er erläutert: „Dank unserer Algorithmen können wir unseren Kunden direkt sagen, ob ihr Vorhaben Förderkriterien erfüllt. Das ist ein großer Vorteil, denn normalerweise sind sie darauf angewiesen, dass ihre Bank die Prüfung für sie übernimmt.“ Die Digitalisierung ermöglicht Unternehmen so einmal mehr, das Heft des Handelns selbst in die Hand zu nehmen.

    Der Trend ist klar: Die Unabhängigkeit von der Hausbank steigt ebenso wie die Markttransparenz. Die Rahmenbedingungen für mehr Selbstbestimmung sind geschaffen. Nun gilt es, sie zu nutzen. macio-Geschäftsführer Joern Kowalewski drückt es so aus: „Als Unternehmer dürfen wir uns nicht mit dem ersten Angebot der Hausbank zufriedengeben.“